Dienstag, 17. Januar 2017

Spuren hinterlassen


Der Mensch möchte wirken, etwas bewirken, etwas machen, Spuren hinterlassen..











und jeder Mensch kann wirken, etwas bewirken, etwas sinnvolles machen und Spuren hinterlassen!

Montag, 19. Dezember 2016

Ein erfülltes Leben




und mein Terminkalender ist voll.



Ich merke, dass mir die Puste ausgeht und es Zeit wird für einen kleine Verschnaufpause.
Damit ich mich etwas sortieren kann und vielleicht aufschlüsseln kann, was hinter diesem Konflikt der Work-Life-Balance steht, habe ich mich der Methode des Inneren Teams von Schulz von Thun bedient.
Dabei macht man sich seiner inneren Pluralität bewusst und stellt sie grafisch dar. Diese Darstellung hilft dabei, innere Konflikte und mögliche Fehlvorstellungen aufzudecken. Werden alle inneren Teammitglieder wahrgenommen und berücksichtig, können bewusst Veränderungen der inneren Gefühlslage vorgenommen werden, indem man den Streit zwischen den inneren Teammitgliedern schlichtet und damit den Konflikt löst.

Mehr dazu im: F.Schulz von Thun (2010):Miteinander reden 3. Das Innere Team und situationsgerechte Kommunikation. Kommunikation, Situation, Person. Hamburg: Rowohlt.



Bei der Aufstellung meines Inneren Teams wurden mir auch Gefühle bewusst, die ich zuvor gar nicht registriert habe oder wahrnehmen wollte. Denn es gibt immer auch Gefühle, die sich leichter unterdrücken lassen als andere. Bei mir werden insbesondere das Abenteuer-ICH, das Lebensfreude-ICH und das Gesundheits-ICH immer lauter. Sie haben aber mit dem Arbeits-ICH und dem Perfektionist starke Gegner. 

Nun liegt es an mir, zu schlichten und eine Lösung zu finden. Denn ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben... 



Freitag, 16. Dezember 2016

Bewegung ist eine Grundlage des Lebens

Ich besuchte eine Weiterbildung zur Kinästhetik, die Kunst/Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung.


Kinästhetik beschäftigt sich im Grundlegenden mit folgenden Inhalten:
Sie soll zur Entwicklung der differenzierten und bewussten Wahrnehmung der eigenen Bewegung beitragen und die Entwicklung der eigenen Bewegungskompetenz, d.h. eines gesunden und flexiblen Einsatzes der eigenen Bewegung fördern.
Ausserdem soll sie die Fähigkeit ausbilden, die eigenen Bewegung im Kontakt mit anderen Menschen so einzusetzen, dass diese in ihrer eigenen Bewegungskompetenz bzw. in ihrer Selbstwirksamkeit gezielt unterstützt werden. 

(vgl. www.kinaesthetics.ch )


Bewegung ist eine Grundlage des Lebens.

Dieses Zitat, das ich auf der Webseite www.kinaesthetics.ch gefunden habe,hat mich darauf hin zum Nachdenken angeregt.



Wenn wir uns einen Moment Zeit nehmen, uns nicht bewegen und nur regungslos daliegen, wird uns früher oder später bewusst, dass wir nichts mehr spüren.
Wir spüren weder die Körperabgrenzung, noch den Untergrund auf dem wir liegen. Gefühlsmässig werden wir immer breiter und distanzieren uns vom eigenen Körper.
Anhand gezielter Übungen aus der Kinästhetik, kann diesem Gefühl entgegengewirkt werden.  Dabei fiel mir jedoch auf, dass ich nur die unmittelbare Bewegungen, die Veränderungen wahrnehmen konnte. Sobald die Übung abgeschlossen war, waren auch die Informationen über meinen Bewegungsapparat verflogen und ich kam wieder in ein Gefühl der unbelebten Masse.

Diese Erkenntnis nahm ich aus der Weiterbildung mit und dachte über die Kinästhetik hinaus;
Ist es nicht im Allgemeinen so, dass wir nur Bewegung/ unmittelbare Veränderungen wahrnehmen?
Kann diese Hypothese nicht auf das gesamte Leben und all unsere Lebensbereiche übertragen werden?



In diesem Zusammenhang auch ein passender Songtext von Passenger:

"Well you only need the light when it's burning low
Only miss the sun when it start to snow [...]
Only know you've been high when you're feeling low
Only hate the road when you're missing home [...]"



Samstag, 10. Dezember 2016

Prioritäten





Ich denke ich muss mal meine Prioritäten überdenken




Arbeit
Studium

und wo bleib ich?


Montag, 28. November 2016

Norming bist du es ?

Ich habe heute eine Situation erlebt, die zwar noch nicht optimal verlief aber ein Anstoss war, um grundlegende Werte in der Teamarbeit anzusprechen und offenzulegen.


Im Gang, als ich gerade zwei Schüler für den Heimweg bereit machte, hörte ich eine Teamkollegin im Nebenzimmer, wie sie sich bei einer weiteren Teamkollegin über den Ablauf des Morgens beschwerte. 
Da ich alle Hände voll zu tun hatte, entschied ich mich, sie später darauf anzusprechen und nicht direkt zu reagieren. 

Als ich dann später an meinem Schreibtisch sass, kam die zweite Teamkollegin und sprach mich auf das Missbehagen an. Ich dankte ihr sehr und konnte mit ihr das Problem besprechen. Dabei betonte ich noch einmal, wie wichtig mir der offene und direkte Austausch ist. Auch am kommenden Morgen betonte ich an der Sitzung meine Erwartung bezüglich der Kommunikation innerhalb des Teams und griff auch die Problematik des Tagesablaufs nochmals auf. Ich konnte den Ball gut an meine Teamkollegen abgeben und bereits am Nachmittag kamen sie mit produktiven und guten Verbesserungsvorschlägen auf mich zu.


Dieses eine Beispiel zeigt, dass Reibungspunkte, sofern sie unmittelbar und konstruktiv aufgefangen werden, auch Ausgangslage für Verbesserungen und Weiterentwicklung sind.

Das ist auch der Grund, weshalb ich Probleme und Konfrontationen nicht scheue. Im Gegenteil; ich denke, dass wir nur durch eine gute Streitkultur und eine direkte  und ehrliche Kommunikation weiterkommen. 

Auch Schulz von Thun bestärkt mit seinem Modell des vierohrigen Empfängers, die Tatsache, dass es in der Kommunikation immer auch zu Missverständnissen kommen kann, die man ansprechen muss.

Mehr dazu in seinem Buch: F,Schulz von Thun(2010):Miteinander reden 1.Störungen und Klärungen. Allgemeine Psychologie der Kommunikation.Hamburg: Rowohlt Verlag.

                                                         

Sonntag, 20. November 2016

in meinem Kopf ein Universum

Ich muss nun langsam mein Thema für die Masterarbeit wählen und mir eine Dozentin suchen, die meine Arbeit betreut.
Bislang liegt mein Interesse auf den Themen des selbstverletzenden Verhaltens und die Förderdiagnostik bei schwer mehrfachbehinderter Kinder.

Das Thema selbstverletzende Verhalten bei mehrfachbehinderten Kindern habe ich bereits etwas behandelt und merke im Berufsalltag, dass es dennoch noch immer das Thema ist, wo man sich am hilflosesten fühlt. Ich kann mir gut vorstellen innerhalb meiner Masterarbeit einen Praxisbezug zu meinem theoretischen Vorwissen herzustellen.

Das Thema der Förderdiagnostik ist sehr aktuell an meiner Schule, an der ich unterrichte. Es gibt bislang nur Ansätze zur Förderdiagnostik bei schwer mehrfachbehinderter Kinder. Ich für meinen Teil stelle mir die Förderdiagnose selbst zusammen und bediene mich, auf Grund fehlendem Material, der Diagnosebogen für Säuglinge und Kleinkinder. Diese Förderdiagnoseinstrumente lassen aber aussen vor, dass bei einem mehrfachbehinderten Kind die verschiedenen Bereiche wie Motorik oder Kommunikation in ihrer Entwicklung nicht übereinstimmen. So kann beispielweise ein körperbehindertes Kind auf Grund seiner Beeinträchtigung nicht die Leistung zeigen, die seine effektive kognitive Fähigkeiten wiederspiegeln. Ich würde gerne genauer hinschauen und versuchen in Richtung eines möglichen Förderdiagnoseinstruments hinzuarbeiten.

Nachdem ich mich am Forschungstag stark mit der Themenwahl auseinandergesetzt habe, wollte ich mir eine Pause gönnen und den empfohlenen Film 24 Wochen schauen. Bei der Suche nach dem Film stiess ich auf einen Anderen mit dem Titel 'in meinem Kopf ein Universum'.
(https://www.youtube.com/watch?v=A9gwTlDPL78)


Es handelt von einem Jungen mit Cerebralparese, der von seiner Kinderärztin als Gemüse bezeichnet wurde und von dem alle glaubten, dass er auf Grund der Schwere seiner Behinderung sowieso nichts verstehe. Ich greife nun etwas vor; es stellte sich nach 26 Jahren, dank einer aufmerksamen Betreuerin heraus, dass er normal intelligent war und mit seinen Augen kommunizieren konnte. Und damit ist er wahrscheinlich bei weitem kein Einzelfall. Es gibt weitere Biografien, wie beispielsweise die Lebensgeschichte von Martin Pistorius, der in seinem Buch 'Als ich unsichtbar war' erzählt, wie er 11 Jahre lang als hirntot galt und eigentlich gefangen im eigenen Körper war.

(https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/martin-pistorius/als-ich-unsichtbar-war/id/9783404603565)


Dieser Film hat mir nochmals diese Fragen vor Augen gehalten, die ich mir schon so oft gestellt habe. 
Wer und was sagt aus, wann man von einer geistigen Behinderung oder einer schweren Behinderung spricht?
Was bedeutet dieses Stigma für Betroffene?
Können wir überhaupt von einem verminderten oder rückständigen Denkvermögen ausgehen? 
Und wenn nein, was bedeutet das für unsere Praxis?

Nach Feuser gibt es keine geistige Behinderung. Vielmehr beschreibt der Begriff schwer mehrfachbehinderte Menschen ein Personenkreis, dem wir auf Grund unser gesellschaftlichen Normen und unser subjektiven Wahrnehmung diesen Begriff zuschreiben (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung(2015):Unterricht und Förderung von Schülern mit schwerer und mehrfacher Behinderung. ReinhardtVerlag:München).

(http://www.reinhardt-verlag.de/de/titel/52074/Unterricht_und_Foerderung_von_Schuelern_mit_schwerer_und_mehrfacher_Behinderung/978-3-497-02500-8/)
Ich werde diese Thematik auf jeden Fall weiter verfolgen und erhoffe mir irgendwann eine Antwort auf meine Fragen zu erhalten.


Samstag, 19. November 2016

Spätabtreibung

Ich war heute am Forschungstag meiner Hochschule, um mich über die bevorstehende Masterarbeit zu informieren. 

Eine der präsentierten Masterarbeiten handelte von der Prädiagnostik, zur Diagnose einer Behinderung, während der Schwangerschaft und dem Entscheid für oder gegen ein behindertes Kind. 
Das Ergebnis: 90% der möglicherweise behinderten Kinder werden abgetrieben. Das die Abtreibung aber bedeutet, bei einem prinzipiell überlebensfähigen Ungeborenen die Geburt eingeleitet und gehofft wird, dass es bei der Geburt, auf Grund der zu gering fortgeschrittenen Entwicklung, stirbt, wissen viele nicht. Auch ich bin bei der Diskussion über die vorgeburtliche Selektion erschrocken. 
Es soll aber in keinem Fall ein Vorwurf an die Frauen darstellen und ich möchte auch keine Kontroverse anzetteln! Ich bin sehr dafür, dass jede Frau die Entscheidung für sich treffen können soll, ob sie ein Kind gebären möchte oder nicht - letztendlich ist es ihr Körper, ihr Kind und ihre Entscheidung. Und das ist auch gut so.

Erschrocken bin ich dennoch. Insbesondere in Anbetracht 3 wesentlicher Punkte. Zum Einen ist die Anzahl der Kinder, die auf Grund von Komplikationen während der Geburt behindert werden, viel höher als die Anzahl der Kinder, die bereits pränatal eine Diagnose erhalten. Zum Anderen ist es eine Tatsache, dass die Medizin in den vergangenen Jahren punkto Frühchenversorgung enorm fortgeschritten ist; so wird bei vermeintlich gesunden Kindern alles daran gesetzt, dass sie irgendwie überleben, während potenziell behinderte Kinder zur gleichen Zeit geboren werden, da sie noch nicht überlebensfähig sind. Ein letzter Punkt ist die Realität, dass Kinder bereits auf Grund von Mund- und Gaumenspalten oder wegen ihres Geschlechts abgetrieben werden. 
Wohin führt das den noch?
Sehr interessant fand ich das Ergebnis, dass die meisten Frauen, die sich bewusst für das behinderte Kind entschieden haben, selbst in sozialen Berufen arbeiten und/oder mit behinderten Kindern Kontakt haben.
Ein Ergebnis das aufzeigt, wie wichtig es ist, dass wir einander erleben, Vorurteile aus der Welt schaffen und Ängste abbauen.


(https://www.youtube.com/watch?v=CcKUjRvJXfM)

Bei dem Vortrag wurde mir zum Thema Spätabtreibung der Film 24 Wochen empfohlen. Beim Recherchieren bin ich ausserdem auf die Dokumentation Er sollte sterben, doch Tim lebt! gestossen. Darin geht es um einen Jungen mit der Diagnose Trisomie 21, der seine eigene Abtreibung überlebt hat.

(https://www.youtube.com/watch?v=hMugL6rpdXc)